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28. Mai 2001 Kinderbuch "Der Regenbogenfisch" von Marcus Pfister Das Recht auf Eigentum
Brief an interessierte Eltern
Seit Jahren ist er ein Renner unter den Kinderbüchern. Der Regenbogenfisch mit den schönen glänzenden Schuppen. Er wird als negativ stolz eingestuft, weil er seine Schuppen nicht hergeben will und
wird bestraft für seinen 'Egoismus', indem er keine Freunde findet (Manipulation durch Liebesentzug). Freunde kriegt er erst, nachdem er alle seine Schuppen bis auf eine (als wäre das ein Trost!) hergegeben hat. Das
ist u.a. ein irres Beispiel für Freundschaft.
Dieses Buch ist Sozialismus pur. Den Kindern wird beigebracht, dass man nichts besitzen darf, anderenfalls ist man ein böser Mensch und bekommt keine Freunde. Es dokumentiert die sogenannte soziale
Gerechtigkeit, die Umverteilung von oben nach unten. Alle Menschen sollen gleich (wenig) besitzen (eine einzige Schuppe). Es wird ihnen vorgemacht, dass sie nur dadurch glücklich werden können (durch fehlende
Individualität und Besitzlosigkeit). Das ist die Verneinung des Lebens. So können Kinder schon in zartestem Alter politisch manipuliert werden.
Wie kann ein Kind sich gegen Neidattacken anderer Menschen wehren, wenn ihm das Handeln des Regenbogenfisches als höchster Wert vorgespielt wird? Der neidische Mensch erhält durch eine solche
Philosophie das moralische Recht, von anderen gnadenlos zu fordern, was er selbst nicht hat und sich nicht aus eigener Kraft erarbeiten möchte.
Jeder sagt, das sei toll, was der Regenbogenfisch tut, aber keiner würde es selbst tun wollen! Selbstverständlich nicht! Und zwar, weil es gegen die menschliche Natur ist, weil man es gar nicht tun
kann, ohne sich selbst zu verleugnen. Es geht gegen das Recht auf Eigentum (du sollst nicht stehlen!). Es würde bedeuten, dass ich nur säen darf, aber nicht ernten, dass die Ernte anderen gehört.
Der Fisch hat die Schönheit nicht selbst erarbeitet? - Aber der Fisch ist nur ein Symbol und die Schuppen sind auch Symbole für das, was ihm selbstverständlich GEHÖRT, ob es nun bedeutet, dass die
Natur es ihm geschenkt hat, oder er es sich selbst erarbeitet hat. Es ist SEINES, es macht ihn aus, es ist seine Individualität, wieso sollte er sie aufgeben sollen? Damit der Neid der anderen Menschen befriedigt
wird?
Nein, wer nicht selbst aus seinem eigenen Selbstwertgefühl und seiner eigenen Leistung heraus glücklich und selbstbewusst ist, der ist es erst recht nicht dadurch, dass er versucht, die Schönheit und
die Leistung anderer zu schmälern.
Gott hat nicht allzu viele Regeln für ein glückliches und friedliches Leben der Menschen aufgestellt, die wichtigsten sind das Recht auf Leben und das Recht auf Eigentum. Man kann nun nicht davon
ausgehen, dass Gott diese Regeln aufgestellt hat, damit die Menschen lernen, sie zu überwinden. Gott ist kein Sadist und nicht ironisch. Gott denkt auch nicht gegen die Natur des Menschen. Im Gegenteil, Er will,
dass die Menschen WEGEN und MIT ihrer Natur glücklich werden, denn diese Natur ist von Ihm geschaffen und gewollt. Wie kann man also glauben, dass das Recht auf Eigentum etwas Schlechtes sei?
Man kann nicht von Kindern (im übrigen auch nicht von Erwachsenen!) verlangen, dass sie lernen, das Eigentum zu respektieren, indem man von ihnen fordert, es gefälligst an andere abzutreten, und ihnen
durch solche Bücher noch dazu den moralischen Fußtritt verpasst, dass sie ein böser Mensch sind, wenn sie es nicht freiwillig tun. Das ist ein Hohn auf die Freiwilligkeit.: "Tue es gefälligst freiwillig,
verstanden!" Was soll ein Kind mit solchen widersprüchlichen, gegen die menschliche Natur gerichteten Werten anfangen?
Klar, dass es angenehm ist, wenn Menschen in einer Gemeinschaft wie der Familie nicht mit ihrem Eigentum geizen. Das heißt aber nicht, dass Eigentum generell nicht respektiert werden muss.
In der Familie wird gelernt, was Werte sind und ob sie eingehalten werden müssen oder nicht. Die Familie bildet das Vorbild für die Gesellschaft. Hier werden die Grundlagen gelegt. Für das Kind muss
hier gelten, was generell gilt, damit es das dahinter stehende Prinzip begreifen kann. Und generell gilt auch in der Familie, dass es individuelles Eigentum gibt, trotz der Familienbande. Ob man dieses freiwillig
teilt oder nicht ist eine andere Sache. Es ist und bleibt aber Eigentum.
Es ist MEIN Bett, auch wenn ich es freiwillig mit jemandem teilen kann. Es ist MEINE Hose, auch wenn sie der heranwachsenden Tochter mal freiwillig ausgeliehen werden kann. Es ist MEIN Bohrer, auch
wenn der Sohn ihn mal ausnahmsweise für seine Basteleien benutzen darf.
Wie kann das Kind Freude am Teilen der Sandförmchen und am gemeinsamen Spiel gewinnen, wenn es sich nicht zuvor als Besitzer der Förmchen fühlen darf? Was für ein armseliges, trauriges Gefühl das sein
muss: Klein Maxi kriegt bunte, neue Sandförmchen geschenkt, freut sich darüber, sagt auch artig ‚danke' zum edlen Spender und läuft stolz erhobenen Hauptes und forschen Schrittes zum Sandkasten. Kaum packt er die
Dinge aus und will seine erste Sandburg bauen, naht ein anderer Windelträger, dem die bunten Teile ins Auge blitzen. Klar, dass er damit auch spielen will.
Was tut unser Beschenkter? Nun, er rafft die Besitztümer erst mal an sich und guckt zu Mami, was sie wohl dazu sagt. Schließlich sind das doch seit einer Stunde SEINE oder nicht? O weh, Mami guckt
ganz ärgerlich: ‚Willst du wohl teilen, du Geizkragen?' schimpft sie. Klein Maxi ist traurig. Meins und doch nicht meins? Was soll das? Ich darf doch auch nicht mit Mamis Kugelschreiber malen oder mit Papas Bohrer
bohren. Mama und Papa unterscheiden genau, wem was gehört, und was wer benutzen darf. Wieso gilt das nicht für mich????
Solche Widersprüche kann ein Kind nicht verkraften. Es schreit, weil es Klarheit haben will. Wenn dann hinterher klar ist, dass es eine auf den Po kriegt, weil es Mamis widersprüchliche Einstellung
zum Recht auf Eigentum nicht nachvollziehen kann, dann ist die Welt wirklich gefährlich und chaotisch.
Fordern Sie von den Verlagen die Förderung von Autoren, die werteorientierte Bücher schreiben, die nicht sozialistisch sind. Sozialistische Werte produzieren nichts als Scheinheiligkeit! Und prüfen
Sie die Kinderbücher auf die Werte, die sie vermitteln, bevor Ihr Kind sie in die Hände bekommt.
Einige Kriterien zur Beurteilung von Kinderbüchern:
Wird das Recht auf Leben respektiert und unterstützt?
Wird das Recht auf Eigentum respektiert und unterstützt?
Wird die individuelle Freiheit respektiert (nicht manipuliert!) und unterstützt?
Wird die Würde der Handelnden geachtet und unterstützt?
Werden ethische Werte geachtet (Leben, Eigentum, Liebe, Treue, Zuverlässigkeit, Leistung, Mitgefühl) und unterstützt?
Martina May
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