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Magie mit Magneten
Popular Science - Juni, 1944
Wenn dieser Experimentator recht hat, wirft seine Entdeckung alle unsere anerkannten Vorstellungen über diese wohlbekannte Kraft über den Haufen.
Von Alden P. Armagnac
Kann ein Magnet Wasser zerteilen? Physiklehrbücher sagen: Nein! Ja! sagt Prof. Felix Ehrenhaft, früherer Direktor des physikalischen Instituts an der Universität von Wien. Er
setzt seine Forschung jetzt in New York weiter fort. Wenn er sich herausstellen sollte, daß er richtig liegt, versprechen seine Befunde im Reich von Magnetismus praktische Anwendungen, so weitreichend,
wie die Dynamos, Motoren und Transformatoren. Ebenso wie Telefone und Radio, die auf Faradays Grundlagenforschen in Elektrizität beruhen.
Für seinen "unmöglichen" Versuch benutzt Dr. Ehrenhaft das einfachste Gerät. Zwei glänzende Stäbe aus reinem schwedischem Eisen, eingeschweißt in Löcher in beiden
Enden einer U-förmigen Röhre, ähnlich einem Versuchsaufbau von Schülern für die Spaltung von Wassers in Wasserstoff- und Sauerstoffgase durch Elektrizität. Und das ist genau das, was geschah, wenn Dr.
Ehrenhaft elektrische Leitungen einer Batterie an die Stäbe anschloß. Aber er macht etwas ganz anderes.
Er verwendet die Stäbe als Polstücke, oder "Nord-", und "Südendenden" eines Magneten - entweder einem Elektromagneten oder einem Permanent-Magneten. Blasen
von Gas steigen durch die beiden Röhren des säureversetzten Wassers auf, und werden gesammelt und analysiert. Wie man vermuten könnte, ist beinahe alles Gas Wasserstoff, freigesetzt durch eine
alltägliche chemische Interaktion zwischen den Eisenstäben und der einprozentigen Schwefelsäure im Wasser. Aber der erstaunliche Teil des Versuchs ist, daß Sauerstoff auch aufsteigt, wie Dr. Ehrenhaft
vor kurzem der amerikanischen Gesellschaft für Physik mitteilte. Um genau zu sein, wurde er in eindeutig meßbaren Mengen gefunden, die von zwei bis zwölf Prozent des totalen Gasvolumens rangieren. Wenn
die mittels eines Permanentmagneten erhaltenen Gase getrennt werden, wird der größere Anteil des Sauerstoffs über dem Nordpol des Magneten gefunden. Aufgrund der Anwendung strikter Vorsichtsmaßnahmen,
einschließlich der Kurzschließung der Magnetpole mit Draht, so daß die Pole dasselbe elektrische Potential haben, schließt Dr. Ehrenhaft, daß es nur eine Stelle gibt, aus der der Sauerstoff
möglicherweise kommen kann. Und das ist Wasser - mit einem Magneten zerlegt! Ohne einen Magneten wird nur reiner Wasserstoff freigesetzt.
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Magic with Magnetism
Popular Science - June, 1944
If this experimenter is right, his discovery will upset all our accepted ideas on this familiar force.
By Alden P. Armagnac
Can a magnet take water to pieces? No, say physics textbooks. Yes, says Prof. Felix Ehrenhaft, former director of the Physical Institute at the University of Vienna, who now carries on his
research in New York. If he should turn out to be right his findings in the realm of magnetism promise practical applications as far-reaching as the dynamos, motors, transformers telephones, and radio
that have stemmed from Faraday's fundamental research in electricity.
For his "impossible" experiment, Dr. Ehrenhaft employs the simplest of apparatus. Two shiny rods of pure Swedish iron, sealed in holes through opposite sides of a U-shaped tube,
resemble a setup familiar to high-school students for breaking up water into hydrogen and oxygen gases by passing electricity through it. And that is exactly what would happen if Dr. Ehrenhaft attached
electric wires from a battery to the rods. But he does no such thing.
Instead, he uses the iron rods as pole pieces, or 'north" and "south" ends, of a magnet - either an electromagnet or a permanent magnet. Bubbles of gas rise through the twin
columns of acidulated water, to be collected and analyzed.
As might be expected, nearly all of the gas is hydrogen, liberated by a commonplace chemical interaction between the iron rods and the dilute sulfuric acid, one percent by volume, in the
water. But the phenomenal part of the experiment is that oxygen also turns up, Dr. Ehrenhaft recently told the American Physical Society. To be specific, it is found in clearly measurable proportions
ranging from two to 12 percent of the total volume of gases.
When the gases obtained with a permanent magnet are separated, the larger proportion of oxygen is found above the north pole of the magnet. After rigorous precautions - including
short-circuiting the magnet poles with wire, so that the poles will be at the same electric potential - Dr. Ehrenhaft concludes that there is only one place the oxygen can possibly come from. And that is
from water decomposed with a magnet! Without a magnet, pure hydrogen is evolved.
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