|
Der Kleinanleger wird geködert (aus: Günter Hannich, Börsenkrach und Weltwirtschaftskrise)
Doch auch die Börse kann nicht ewig so weiterwachsen, deshalb werden zunehmend die normalen Geldanleger, durch großangelegte Werbung, für das Börseninvestment begeistert. Von Expertenseite wird erklärt, daß wir uns
in einer andauernden Aufschwungphase befänden, es wird von der »Besten aller Welten« geredet. Kritische Stimmen werden als »Pessimisten« abgetan. In der breiten Bevölkerung wird dadurch, wenn man die Gesetze der
Massenpsychologie anwendet, der Eindruck erweckt, daß die Entwicklung immer so weitergehen würde. Je mehr in den Medien scheinbar hohe Aktiengewinne herausgestellt werden, um so mehr tendiert der Normalbürger dazu,
bei diesem Spiel auch dabeisein zu wollen. Scheinbar mühelos ließen sich hier Gewinne machen, für welche man sonst jahrelang arbeiten müßte, so wird argumentiert.
Der erste größere Schlag, um die Kleinanleger zu ködern, erfolgte mit der Telekom-Aktie
im Sommer 1997. Die T-Aktie wurde im weiteren Verlauf langsam nach oben spekuliert, um Ende 1998, ohne fundamentalen Grund, zu explodieren. Seit Herbst 1999 konnte sich die T-Aktie zum größten Marktwert im DAX entwickeln. Da diese Aktie bei den Finanzkrisen im Herbst 1997 und 1998 nicht massiv abstürzte, wurde bei der Masse der Eindruck erweckt, daß man Aktien im Krisenfall keineswegs verkaufen dürfe, sondern diese nur lange genug halten müsse, weil sie später noch viel schneller wachsen würden.
Eine neue Manipulation der breiten Massenmeinung erfolgte durch die Ausgabe der Infineon-Aktie
Anfang des Jahres 2000. Vor dem geplanten Börsengang hieß die Firma Siemens-Halbleiter und wurde vom Mutterkonzern abgestoßen, weil die Sparte nur Verluste einfuhr. Durch Werbeexperten wurde der Name »Infineon« geschaffen und eine großangelegte Werbung sorgte dafür, daß ein lebhaftes Interesse bei der Masse erzeugt wurde. Die Nachfrage nach dem früher verschmähten Pleiteunternehmen wuchs so stark an, daß allein bei der Stadtsparkasse München in der Zeichnungsphase jeden Tag über 1100 neue Depots eröffnet wurden, 90 %
nur wegen dieser einen Aktie.238 Die Aktie war am Ende über dreißigfach überzeichnet. Die Enttäuschung folgte am Ausgabetag, als bekannt wurde, daß nur jeder Sechste überhaupt das Papier erhalten werde. Vom massenpsychologischen Standpunkt war die Aktion trotzdem ein voller Erfolg, da der breiten Bevölkerung damit gelehrt wurde, daß einmal Aktien schon am ersten Tag ansteigen (Infineon verdoppelte sich) und daß es sich lohne, einen möglichst hohen Betrag der Papiere zu zeichnen, da man am Ausgabetag nur einen Bruchteil der georderten Menge überhaupt erhalte. Die Maßnahmen zeigten Erfolg: Im März 2000 vertraten bereits 56 Prozent der Menschen die Meinung, daß man an der Börse reich werde.239
Nach einer Studie des Deutschen Aktieninstitutes waren 1999 erstmals mehr als 5 Mio. Anleger im Besitz von Aktien. Insgesamt legten 8,2 Mio. Deutsche ihr Geld in Aktien oder Fonds an.240 Immer mehr Aktien werden in gieriger Erwartung riesiger Gewinne von der Bevölkerung aufgekauft. In diesem Umfeld führen sogar negative Meldungen, entgegen jeder Vernunft, zu Kurssteigerungen. So führte eine katastrophale Meldung im Oktober 1999, welche besagte, daß IBM vor sinkenden Gewinnen stehe, bei den Börsianern zu Optimismus. Es wurde argumentiert, daß wenn solch eine schlechte Nachricht nicht zu einem Crash geführt habe, dieser deshalb gänzlich ausgeschlossen sei.241 Doch der Boom beginnt erst. So konnten Anfang 2000 schon mehr als doppelt so viele Aktien an der Börse plaziert werden, wie im Vorjahreszeitraum. »Der Markt legt einen so furiosen Start hin, weil die Leute so wild darauf sind, neue Aktien mit Kurszuwächsen von 60, 80, 100 oder noch mehr Prozent in die Hände zu bekommen«, erklärte David Menlow, Präsident von Ipofinancial.com. »Der Gierfaktor beherrscht alles. Der durchschnittliche Kursgewinn am ersten Tag soll im Jahr 2000 mit 101 Prozent noch höher als 1999 mit 68 Prozent liegen.«242
Auch der Staat möchte in diesem Umfeld, daß möglichst viel Geld an die Börse fließt. In Zukunft sollen Aktien zwangsweise in die breite Bevölkerung gestreut werden. Dazu will man die Arbeitnehmer, nach
Plänen der Bundesregierung, stärker an ihr Unternehmen binden. Die Beschäftigten sollen dann einen Barlohn und einen Sparlohn in Form von Aktien erhalten. Mit Recht haben sich die Gewerkschaften bisher immer dagegen
gesträubt, neben dem Lohn- und Arbeitsplatzrisiko auch noch das Kapitalrisiko übernehmen zu müssen.243 Die breite Bevölkerung wird also in Zukunft freiwillig oder unfreiwillig noch mehr bereit sein, viel Geld im Aktienmarkt zu investieren, da der Eindruck vorherrscht, daß man nur gewinnen könne.
Dies ist jedoch genau die Gelegenheit, welche die Reichen suchen, um langsam aus dem Aktienmarkt auszusteigen. Bei einem Crash wird dann das gesamte Vermögen der Mittelschicht nach oben umverteilt.
Hier klicken um zu bestellen
Aus dem Inhalt (Auszug)
Die Vorphase des Zusammenbruchs Sparen hilft nicht Globalisierung - die perfekte Unterdrückung Schönreden der Globalisierung Weltweite Kontrolle
Der gesellschaftliche Verfall Die Jugend zerfällt Medien und Gesellschaft
Ein Professor widerlegt den Kapitalismus Der Untergang der Römer Der Untergang der Griechen Die Ursache des Zerfalls Falscher Kommunismus
Der Mensch als Spielball des Systems Der Massenmensch Der Zerfall Die Vernichtung der Persönlichkeit Die Massenpsychologie in der Politik
Der Trick mit dem Euro
Der Euro - ein fataler Fehler Abschaffung freier Wechselkurse Feste Wechselkurse führen zum Crash Das Euro-Enteignungsprogramm
Währungskrisen als Vorbereitung für den großen Crash Zerstörung der Neuen Bundesländer Asienkrise, Rußlandkrise, Brasilienkrise Feste Wechselkurse als Ursache
Beispiel Brasilien Beispiel Rußland Bewußte Destabilisierung des Balkans Ecuador muß den Dollar einführen Malaysia reagierte richtig Soros warnt vor dem totalen Zusammenbruch
Der Börsencrash - das System bricht zusammen Der Aktienbetrug Unproduktives Internet Wachstum durch Verschuldung und statistische Tricks
Der Kleinanleger wird geködert Vomo Aktiencrash zur Deflation Die Notenbanken Der Countdown zum Crash läuft Vorbereitungen zum größten Enteignungsprogramm aller Zeiten Die Nutznießer steuern den Markt
Staatliche Vorbereitung IWF Die kommende Ölkrise Krankenhaus-Notopfer Manipulation der Jugend Die Zusammenbrüche in der Vergangenheit Die Wirtschaftskrise 1873
Die Weltwirtschaftskrise 1929-1939 Die Weltwirtschaftskrise in Kanada Der Kurssturz in Japan 1990 Der kommende Crash Hungersnot Zusammenbruch des Zahlungssystems Entwicklung nach dem Crash
Der Überwachungsstaat - die perfekte Diktatur Telefonkontrolle Videoüberwachung Internetkontrolle Bewegungskontrolle
Kontrolle der Zahlungsvorgänge Abschaffung des Bargelds Terrorismus Genetischer Fingerabdruck und implantierte Chips Wehrloses Volk Gedanken- und Geburtenkontrolle UN-Friednesmissionen
Einschränkung der Grundrechte Szenario: Der Überwachungsstaat schlägt zu
Der drohende Weltkrieg Krieg auf dem Balkan Falsche Vorstellungen in der Bevölkerung Krisenherde Rußland China USA Überbevölkerung
Das Märchen vom unmöglichen Atomkrieg Künstliche Angst vor der Neutronenbombe Die russische Gefechtstaktik Szenario: Der Krieg nach dem Crash
Das Neue Zeitalter Silvio Gesell (1862-1930) Zinsfreies Geld Funktion eines umlaufgesicherten Geldsystems - praktische Durchführung Bestandteile des Zinses
Regionales zinsfreies Geld Szenario: Währungsreform nach dem Crash
Zinsfreies Geld der Vergangenheit Das goldene Mittelalter (Gotik 1150 - 1450) Die Fugger - das finstere Mittelalter beginnt Der Bauernkrieg
Mit Wära gegen Deflation und Wirtschaftskrise Ulmer Wära Wära-Wunder im Bayerischen Wald Das Wunder von Wärgl Daladier in Wörgl Das Ende des Experiments
Hier klicken zum Bestellen
Noch ist es ein Geheimtipp: SILBER - die Alternative zur Aktie
|